Geld schätzen lernen

Unsere Kinder wachsen heute in einer Welt auf, in der es ihnen an nichts fehlt. Wir haben immer zu essen und zu trinken, wir müssen nie frieren, haben ein schönes Zuhause und natürlich auch ausreichend Spielsachen. Für unsere Kinder ist das alles eine Selbstverständlichkeit.

Was wir als „Liebe“ verstehen, kann aber in Übermaß für unser Kind auch unschöne Folgen haben.

Spätestens im Erwachsenenalter wird die Realität zuschlagen und man wird lernen müssen, dass Geld nicht an den Bäumen wächst und man doch etwas dafür tun muss. Die meisten von uns zumindest.

Daher versuche ich, meinen Kindern frühzeitig das Verständnis für Geld zu vermitteln. Zugegeben, das klappt nicht immer. Es macht mir einfach zu viel Freude, ihre strahlenden Gesichter zu sehen, wenn sie ein Geschenk bekommen. Aber in vielen Alltagssituationen ist es doch gar nicht so schwer, den Kindern das Gefühl für Geld zu vermitteln und ihnen klar zu machen, dass man dafür auch etwas tun muss.

Spätestens als mein Sohn mir erklärt hat, ich müsse für das neue Spielzeug, dass er unbedingt haben MUSS, doch „nur die Karte der Frau an der Kasse geben“, war mir klar, ich muss ihm „das mit der Karte“ mal näher erklären.

Kein Wunder. Unsere Kids wachsen ja auch in einer Welt von Online-Shopping und digitalem Geld auf. Bargeld bekommen sie ja immer seltener zu sehen. Der Bezug zum Geld geht ihnen dadurch schnell verloren. Uns Erwachsenen geht das ja eigentlich nicht anders. Mit der Karte ist doch schneller mal was bezahlt als wenn man tatsächlich Geldscheine an der Kasse übergeben muss.

Daher haben meine Kinder nun eine Spardose. Wenn sie etwas Unliebsames erledigt haben, bekommen sie einen kleinen Obolus in Form von Münzgeld. Das kommt dann in die Spardose. Den Inhalt dann am Münzzählgerät der Bank einzuwerfen ist jedes Mal ein Highlight.

Spardose leeren

Sie bekommen zum Beispiel Geld wenn sie am Samstag morgen zum Bäcker laufen, um Brötchen für die Familie zu holen. Oder als Belohnung für eine gute Tat oder gute Schulnote.

Die Kids zeigen dabei durchaus auch schon Verhandlungsgeschick, was mich als Business-Mama natürlich freut. Es kann also durchaus sein, dass sie bei Schmuddelregenwetter etwas mehr bekommen, wenn sie zum Bäcker laufen, als bei Sonnenschein.

Wenn sie dann wieder große Wünsche haben kann man ihnen gut erklären, dass das nun so viel kostet wie z.B. zwanzig Mal am Samstag Brötchen holen. Somit haben sie einen Bezug zu dem Geldbetrag und entwickeln ehr ein Verständnis dafür.

Ich hoffe, sie so in jungem Alter langsam an den Wert des Geldes heranführen zu können. Den Umgang mit Geld kann man meiner Meinung nach nie zu früh lernen.

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